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Immer wieder taucht die Frage auf, warum denn
Tees und Säfte nicht zur empfohlenen Trinkmenge zählen. Die Antwort ist
einfach: diese Getränke sind bereits durch Inhaltsstoffe gesättigt. Sie
können die eigentliche Aufgabe des Wassers nicht zur Genüge erfüllen und
verweilen aufgrund ihrer entwässernden Eigenschaft zu kurz im Organismus.
Die entwässernde Wirkung kann bei diversen Störungen im Körper eine
Zeitlang sinnvoll sein, aber als Daueranwendung ist sie nicht ratsam. Die
Gift- und Reizstoffe im Kaffee und Tee z.B. führen zu einer starken
Erhöhung der Wasserausscheidung über die Nieren.
Der Körper will sich schnellstmöglich von den belastenden Substanzen lösen
und schlägt deswegen Alarm.
Dasselbe passiert auch, wenn wir Alkohol trinken. Die Folge ist wiederum
eine Dehydration (Entzug von lebenswichtigem Wasser). Der in Amerika
praktizierende Arzt F. Batmanghelidj hat an über 3.000 Patienten
festgestellt, dass viele Leiden (z.B. Kopfschmerzen, hoher Blutdruck,
Magenschleimhautentzündung, Verdauungsbeschwerden, Gelenkprobleme) durch
das Trinken von Wasser gelindert werden können. In den meisten Fällen war
Wasser sogar das Heilmittel, das den Körper wieder zur Gesundung hin
beeinflussen konnte.
Wir sollten wieder damit beginnen, mehr und bewusster "Wasser" zu trinken.
Unsere Gesundheit und das Wohlbefinden wird dadurch stabilisiert. Die
Selbstheilungskräfte werden ohne Nebenwirkungen in Gang gebracht. Die
empfohlene Tagesmenge beträgt für den Gesunden ca. 1,5 bis 2,5 Liter. Bei
körperlichen Leiden empfiehlt es sich jedoch, in Einzelfällen auch mehr zu
trinken. Zu berücksichtigen ist, dass Menschen mit Nierenleiden vorsichtig
sein sollten. Die empfohlenen Trinkmengen gelten lediglich bei
einwandfreier Funktion der Nieren und gutem Allgemeinbefinden. Im
Bedarfsfall ist ein Arzt hinzuzuziehen.
Regelmäßiges Wassertrinken kann man trainieren. Wir sollten hierfür unsere
Einstellung ändern und Wasser tatsächlich als kostbares Mittel zur
Gesundheitsförderung und zur Verbesserung unserer Lebensqualität
betrachten. Vielleicht haben wir nur verlernt, auf diese Weise über Wasser
zu denken.
Mit der Veränderung unseres Bewusstseins werden wir jedoch wieder vom
"Normalen zum Gesunden" finden.
Vielleicht stellen wir auf diesem Wege auch fest, dass es gar nicht so
leicht ist, bewusster und vor allem mehr zu trinken. Die alten Muster und
die ständigen Verlockungen nach den bisher verwendeten Getränken sind
groß. Meine Empfehlung: Trinken Sie schon morgens nach dem Aufstehen einen
viertel bis halben Liter Wasser. Sie werden spüren, wie belebend das wirkt
und wie Sie Kraft für den Tag bekommen. Auch zwischendurch sollten Sie
sich immer wieder ein großes Glas Wasser hinstellen, damit Sie automatisch
ans Trinken erinnert werden. In meinem Büro steht im Moment auch ein
großes Weizenbierglas gefüllt mit frischem und energiereichem Wasser.
Prost.
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